Gegen Corona: Das Immunsystem zur Festung machen!

Die Meldungen überschlagen sich jetzt. Aus jeder Zeile tropft Ratlosigkeit. Bin ich gefährdet? Was ist mit meinen Eltern, den Großeltern? Geburtstagsfeier ja oder nein? Unabhängig davon oder gerade wegen der Diskussion um Corona gelten zwei Dinge: kühlen Kopf bewahren und alles dafür zu tun, dass unser Immunsystem uneinnehmbar wird! Fangen wir damit an!

 

Entgegen der landläufigen Meinung, dass im Monat November die meisten Menschen sterben, so ist der Monat Februar derjenige mit der höchsten Sterberate, dicht gefolgt vom Januar. Warum? Weil in diesen Monaten das Immunsystem am meisten geschwächt ist. Die lange dunkle Jahreszeit und die feuchtkalte Witterung zehren an unseren Kräften. Gerade feuchtkalte Luft erhöht das Risiko, bestehende Vorerkrankungen zu verschlimmern, so die Experten. 

 

Betrachtet man die alljährlichen Grippewellen, so liegen deren Höhepunkte auch etwa im Februar oder März. Auch hier kommen zwei Dinge zusammen: unser Immunsystem ist geschwächt und die wechselhafte vor allem oft feuchtkalte Witterung fordert unsere Kräfte zusätzlich. Schwirren dann noch die Viren um uns herum, kann eine Ansteckung schneller passieren. Etwa 15.000 bis 20.000 neue Fälle pro Woche werden dann gezählt. Diese Zahlen werden regelmäßig vom Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht. In diesem Jahr seien bereits mehr als 200 Menschen an der Grippe verstorben.

CORONA?

 

In diesem Jahr ist vieles anders und doch auch wieder gleich. Die Grippewelle hat Deutschland erfasst, mindestens 119.000 Fälle wurden bereits erfasst und das RKI sprach schon hoffnungsfroh von einem Abklingen der aktuellen Grippe. Doch Fehlanzeige! Die Zahlen steigen wieder.

 

Doch spricht derzeit niemand. Corona hat uns vollständig mit Beschlag belegt. Es ist ein Thema, wo viel Ungewissheit auf etwas Neuartiges trifft. Ungewiss, weil niemand die genauen Ansteckungswege kennt. Es heißt nur: der Virus sei hoch ansteckend. Neuartig, weil offensichtlich der Virus aus dem fernen China, aus Südostasien stammt. In der globalisierten Welt hat er inzwischen Europa erreicht.

 

Horrorzahlen erreichen uns dazu aus Italien. Bezogen auf die offiziell verkündete Zahl der Infizierten sei die Mortalitätsrate enorm hoch. Man spricht von ca. 12.500 Erkrankten (Stand 12.3.), nur leise schwingt mit, die Dunkelziffer könnte bedeutet höher liegen. Die Zahl der Verstorbenen könnte bald die Tausend überschreiten. Das ist viel.

Und in Deutschland? Zum einen haben wir ein hervorragendes Gesundheitssystem. Zum anderen haben wir in unseren Breiten uns seit Generationen auf dieses ungemütliche Wetter einstellen müssen. Atemwegserkrankungen lassen auch bei uns die Todesraten steigen, insbesondere im Januar und Februar. Jedoch scheinen wir ansonsten recht gut gewappnet. Also heißt es jetzt: kühlen Kopf bewahren und unser Immunsystem derweilen stärken und entlasten.  

Wie bei anderen Atemwegserkrankungen auch, lässt sich "Corona" mit einem starken Immunsystem gut überstehen. Die nächste gute Nachricht: ein schwaches Immunsystem lässt sich jederzeit wieder stärken.

 

Darf's ein bisschen Zitrone sein?

Gehören Sie auch schon zu denjenigen, die allmorgendlich unmittelbar nach dem Aufstehen das lauwarme Glas Leitungswasser nicht mehr missen möchten? Es sollte mindestens ein halber Liter sein. Fein! Jetzt können Sie noch einen Schritt weitergehen. Tun Sie doch etwas frisch gepresste Zitrone mit in das Glas. Zum einen ist lauwarme Wasser etwas sehr Angenehmes zum Start in den Tag, zum anderen bringt die Zitrone noch viele wichtige Enzyme und Vitamin C. Dazu darf das Wasser tatsächlich nur lauwarm sein. Zu heiß, das würden viele der guten Stoffe nicht überstehen. Zu kalt, dankt Ihnen vor allem Ihr Magen nicht. Zusätzlich schafft der saure Zitronensaft schnell ein basisches Milieu in Ihrem Körper - das mögen Viren und Bakterien überhaupt nicht!

 

Wer kein Wasser mag, kann es auch mit Tee probieren. Was halten Sie von einem Ingwertee? Der ist relativ schnell zubereitet: Einfach ein Stück Knolle in feinen Würfeln aufschneiden und mit heißem Wasser übergießen. Diesen mindestens 15 min ziehen lassen und anschließend mit etwas kaltem Wasser auf die lauwarme Temperatur bringen. Jetzt die Zitrone rein und trinken! Vorsicht, es könnte ein bisschen scharf sein.  

Kräuter, WildpfLanzen, Ätherische Öle

Viele Kräuter, Heil- und Wildpflanzen enthalten und stärken unser Immunsystem. Wenn Sie es nicht schon täglich tun, dann sollten Sie z. B. in Form eines grünen Smoothies dies jetzt tun. Einfach Karotten, Sellerie, Rote Beete, Spinat in ein entsprechendes Gerät geben und mit einigen Gewürzen und Kräutern wie Kurkuma, Schwarzkümmel, Ingwer oder Zimt (den aus Ceylon) abschmecken. Fertig ist der Drink. Klar, für Kinder sollte es nicht zu scharf und auch nicht zu intensiv sein. Ihr Immunsystem wird es Ihnen danken.

 

Ätherische Öle können gerade in dieser Jahreszeit Wunder tun. Insbesondere bei der Fußmassage, sind doch gerade unsere Füße während der kalten Jahreszeit besonders geplagt. Solche ätherischen Öle gibt es speziell für die folgenden Leiden: Akne, Hämorrhoiden, Gürtelrose, Hautausschläge, Arthritis, Candida, Fußpilz und Nagelpilz. Einfach ein wenig von dem entsprechenden Öl in die Fußbeuge geben und ordentlich massieren. Das ist nicht wunderbar entspannend, sondern entlastet Ihr Immunsystem.

Antioxidantien

 

Experten sprechen heutzutage davon, dass jede einzelne unserer Zellen jeden Tag mit tausenden von freien Radikalen befeuert werden. Diesen freien Radikalen fehlt ein Elektron, wodurch sie sehr reaktionsfreudig werden. Dabei können sie jeden Zelle angreifen, um denen nunmehr das fehlende Elektron zu entreißen. Das geschieht per Oxydation. Dadurch wird das Angriffsziel selbst zum freien Radikal. Eine Kettenreaktion ist die Folge. Man nennt dies auch oxidativen Stress, welche jede Zelle nachhaltig schädigen kann.

 

Diese Angriffe können nur durch "Radikalenfänger", durch Antioxidantien gestoppt werden. Diese haben die Eigenschaft, das Elektron "freiwillig" herzugeben und zum anderen, niemals zum freien Radikal zu werden. Sie können sich durch Reaktion mit anderen Stoffen sogar wieder reparieren. Darüberhinaus sind diese Antioxidantien auch gute Entzündungshemmer.

 

Was sind nun gute Lieferanten für Antioxidantien?

Vor allem Obst und Gemüse. Allerdings möglichst nicht gekocht. Eher schonend gedünstet oder gegart. Am besten natürlich roh, Obst sowieso. Im rohen Zustand bleiben auch viele wertvolle Vital- und Mineralstoffe enthalten. Gerade die Antioxidantien können unsere Zellen schützen. Sowohl bei Erkrankungen, bei Verletzungen als auch bei Dauerstress haben unsere Zellen verstärkt mit freien Radikalen zu kämpfen.

 

Gute Antioxidantien findet man in Möhren, Melonen, Kakao, in Nüssen, Spinat, Spargel und Basilikum, in Blaubeeren, in Erdbeeren, in Tomaten, in Avocados, in grünem Tee. Auch in Zwiebeln oder Knoblauch sind diese Radikalenfänger enthalten.

Weitere Antioxidantien sind Omega-3 und Astaxanthin.  Während Omega-3-Fettsäuren z. B. viel in frischem Fisch enthalten ist, wird Astaxanthin z. B. aus der Blutregenalge gewonnen. Diese Süßwasseralge lebt auch in kleinen Tümpeln und ist öfter extremen Situationen ausgesetzt, wie Hitze, plötzliche Trockenheit, Kälte oder starke UV-Einstrahlung. Genau dafür bildet sie das Astaxanthin. Genau diese Eigenschaften des Astaxanthins können auch wir Menschen nutzen und mit diesem Super-Antioxidans unser Immunsystem stärken und entlasten.

Power durch die richtigen Lebensmittel

Um das Immunsystem zu stärken, sollten Sie verstärkt auf solche Lebensmittel setzen, die Ihnen reichlich Vital- und Mineralstoffe liefern. Die entsprechenden Nährwerttabellen geben darüber gut Auskunft. 

 

Welche Vital- und Mineralstoffe sind besonders wichtig?

Das sind die Vitamine A, C und E, sekundäre Pflanzenstoffe wie Karotinoide (z. B. Astaxanthin), Magnesium, Kalium, Zink, Selen und auch Omega-3.

 

Viel Wasser

Was Sie morgens bereits begonnen haben, können Sie am Tage fortsetzen, viel trinken, möglichst ohne Zusätze wie Zucker oder Kohlensäure. Unser Leitungswasser eignet sich oft hervorragend. Man kann es auch mit Tee probieren, dafür weniger Kaffee.

Stress als Killer

 

Der moderne Alltag bringt es mit sich: Hektik und Stress. Artet der Stress in Dauerstress aus, wird er zum Problem. Denn Dauerstress zieht nicht nur viele chronische Krankheiten nach sich, sondern schränkt auch unser Lebensgefühl ein. Wir fühlen uns ständig matt und müde, manchmal auch lustlos, eben ausgepowert und das schon morgens nach dem Aufstehen. An erholsamen Schlaf ist dann oft auch kaum mehr zu denken wie an lustvolles Essen mit Genuss. Kurz unsere Lebensqualität leidet. Der Mineral- und Vitalstoffverbaruch steigt zum Teil enorm und wir haben es bald mit solchen chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf oder auch Alzheimer zu tun.

 

Höchste Zeit, unserem Tag wieder eine Rhythmik zu geben. Feste und ausgewogene Mahlzeiten, regelmäßiger und ausreichender Schlaf, Wechsel von Anspannung und Entspannung sollten fortan unseren Tagesablauf bestimmen. Die Entspannung darf dabei ruhig auch aktive Bewegung möglichst im Freien sein. Sport im niedrig-intensiven Bereich, vielleicht dreimal die Woche? Abends fahren Sie rechtzeitig runter und gehen immer zur gleichen Zeit schlafen. Mit diesem strengen Korsett kann sich der Körper relativ schnell an einen Rhythmus gewöhnen. Etwa zwei Stunden vor der Nachtruhe kann die Melatoninausschüttung starten und Sie werden dann auch pünktlich müde.

 

Sollten Sie nicht entspannen können, helfen entsprechende Übungen, manchmal auch die richtige Musik. Wichtig: Erwartungen Sie keine Wunder! Die dauern bekanntlich länger. Nach vier bis sechs Wochen strenger Disziplin werden Sie die Strenge vielleicht gar nicht mehr spüren und ihr neuer Rhythmus bestimmt plötzlich Ihr Leben. Gerade im entspannenden Schlaf arbeitet Ihr Immunsystem auf Hochtouren und erneuert und kräftigt sich dabei.

Positiv denken

Es gibt zu fast allem Studien. So auch zum Lachen. Kurz gesagt: Wer mehr lacht, wird weniger krank! Stress, eine der Hauptgefahren unseres heutigen Lebens, wird einfacher abgebaut. Und unsere Grundstimmung ändert sich, dadurch verschiebt sich oft auch die Perspektive. Perspektivwechsel bringen bekanntlich oft neue Lösungsansätze. Aus Problemen werden Lösungen! Das ist auch für unsere Gesundheit gut. Denn Probleme und Stress schwächen das Immunsystem. Wer Lachen (wieder) lernen will, für den gibt es sogar Lachtherapien, auch Lachyoga.

 

Positives Denken bringt aber noch mehr: Es verringert das Risiko für Depressionen, schützt vor Erkältungen, senkt das Herz-Kreislauf-Risiko, damit auch die Gefahr, an einer Herzerkrankung zu sterben, macht uns in Stresssituationen leistungsfähiger. Kurz: Es steigert somit die Lebenserwartung.

Tests ergaben, dass Menschen, die positiver denken, mehr Antikörper im Blut entwickeln, also ihr Immunsystem stärken.

Weniger Medikamente, weniger Antibiotika

 

Für manche ist es schon feste Gewohnheit: Zwickt es irgendwo, wird die passende Tablette eingeschoben. Eine Stufe gefährlicher wird es bei Antibiotika. Diese sind dazu da andere Mikroorganismen wie Infektionen aufgrund von Bakterien zu bekämpfen. Sie bekämpfen dabei allerdings auch viele unserer Darmbakterien. Das ist dort besonders fatal, weil somit unser größtes Immunorgan nachhaltig geschädigt wird. Dieser Effekt wird noch verstärkt, da zwar die Darmbakterien sterben, jedoch nicht die Keime von Pilzen. Daher ereilt so viele Menschen im Anschluss an eine Antibiotikabehandlung eine Pilzinfektion. Eine Darmsanierung sofort nach der Antibiotikabehandlung ist also dringend angebracht.

 

Gerade in Zeiten von Erkältungs- und Grippewellen sollten Sie also insbesondere auch auf einen gesunden Darm achten. Der will es gerne ballaststoffreich, mit möglichst viel Mineral- und Vitalstoffen. Probiotisch darf es auch sein!

Was ist zu meiden?

 

Alkohol, Zucker, Transfette, stark verarbeitete Lebensmittel, Weißmehlprodukte. Kaffeegenuss reduzieren, Rauch auch. 

Gerade mit dem Alkohol tut sich so mancher schwer. Dabei könnte man dieses Genussmittel tatsächlich wieder nur zum Genießen trinken. Ein Gläschen am Abend, einmal in der Woche, sozusagen als Belohnung. Weder zum Durstlöschen, noch als Getränk zum Essen. Da dann eher nur Wasser, ohne Zusätze!

Zusammenfassung

 Gerade in Zeiten von Corona aber nicht nur dann, sollten wir eines vor allem tun: kühlen Kopf bewahren. Die derzeit grassierende Pandemie aufgrund des neuartigen Corona-Virus stellt auch eine gewisse Zäsur dar. Es ist ein Virus, womit wir bisher nicht in Berührung gekommen sind. Unser Immunsystem muss daher besonders gestärkt werden. Das kann man zum einen dadurch erreichen, verstärkt bestimmte Lebensmittel in den täglichen Speiseplan aufzunehmen. Zum anderen sollten wir diese Zäsur zum Anlass, auch unsere Lebensweise, unseren Lebensstil zu hinterfragen. Entstressen, entschleunigen, zurück zum natürlichen Rhythmus! Stecken wir uns dann mit Corona an, könnte der Verlauf ein sehr leichter sein. Auf jeden Fall holen wir uns ein unbeschwerteres Leben zurück. Ein Stück weit zumindest.


Kommentar schreiben

Kommentare: 0